Sie sind hier: Home arrow Downloads arrow Medien arrow Medienarrow Zum Hören
Zum Hören

DokumenteErstellungsdatum

Sortieren nach : Name | Datum | Zugriffe [ aufsteigend ]

Sidney Schering vom Medienprojekt "News 4u" hat sich beim Jugendcamp in Moers beim Toleranz-Test von Dumela umgesehen - und umgehört. Das Ergebnis ist ein Beitrag zum Campradio JUGENDCAMP//LIVE. Das ist ein gemeinsames Projekt des Amts für Jugendarbeit der EKiR, des JFC Medienzentrums Köln, der Evangelischen SchülerInnenarbeit im Rheinland (ESR), der News 4u-Redaktion, der Jugendcamp-Stammredaktion und des Kirchenkreises Oberhausen.

News4u ist ein Projekt des Medienverbandes der EKiR, des Evangelischen Pressedienstes (EPD), des Amts für Jugendarbeit der EKiR und des Diakonischen Werks der EKiR.

Der WDR hat Dumela-Vorstandsmitglied Carmen Wolf während des Jugendcamps in Moers zum Thema Toleranz interviewt. Anlass war der Toleranz-Test von Dumela. Mehr als 900 Camp-Teilnehmende haben an zwei Tagen mitgemacht.

Der Beitrag stammt von Kerstin Hanke (WDR). Gesendet am 4. August 2006 auf WDR 1live.

Der Wortlaut des Beitrags:

Sprecher: Infoblätter, Postkarten und Glasperlenketten türmen sich auf dem Stand. Dahinter steht Carmen Wolf. „Dumela“ sagt sie lächelnd. Dumela?

O-Ton :
Dumela heisst Hallo das ist Setswanisch also die Landessprache von Botswana.

Sprecher:
Dumela ist auch der Name des Vereins, den Carmen Wolf zusammen mit Freunden gründete. Die von Dumela wollen was für die Menschen in Afrika tun. Angefangen hat alles mit einer Reise nach Botswana, veranstaltet durch den Kirchenkreis.

O-Ton:
Da gab es ein Jugendworkcamp und da bin ich mitgefahren und ja da hat mich das Afrikafieber gepackt sozusagen.

Sprecher:
Carmen  schwang in Botswana Farbpinsel und Kelle. Mit vielen anderen Freiwilligen baute sie ein altes Lagerhaus zu einem AIDS Zentrum um.

O-Ton:
Die Mauern waren da. Es war gestrichen. Soweit der Rohbau  fertig. Es fehlte halt noch einiges. Wir dachten,. Tja schade. Es ist ja beendet das Workcamp. Und irgendwie muss es weitergeht. Und das geht am besten, in dem man einen Verein gegründet.

Sprecher:
Seit drei Jahren gibt es den Verein. Mit einer Menge Ideen erwirtschaftet Dumela e.V. Geld  für das AIDS Zentrum. Zum Beispiel in dem Carmen Glasperlenschmuck verkauft, der von den AIDS Kranken hergestellt wird. Jeder Cent geht davon zurück nach Botswana. Ein paar 100 Euro kommen so jedes Jahr zusammen. Nur ein Tropfen auf den heißen Stein?

O-Ton:
Ja, ich habe halt das Gefühl: Ich kann zumindest was kleines tun. Also es gibt so viele schlimme Sachen auf der Welt, wo man immer denkt, man kann eh nichts machen. Das ist halt dann so eine kleine Sache, die halt doch was bewirkt. Und ich denke: Wenn sich jeder in einer kleinen Sache engagiert, dann bringt es halt was.

Sprecher: Michael Birgden

Die Kirchenredaktion des WDR hat Dumela-Vorstandsmitglied Niko Wald während des Jugendcamps in Moers zum Thema Toleranz interviewt. Anlass war der Toleranz-Test von Dumela. Mehr als 900 Camp-Teilnehmende haben an zwei Tagen mitgemacht.

Der Beitrag stammt von Kerstin Hanke (WDR) und Sidney Schering (News 4u). Veröffentlichung des Beitrags mit freundlicher Genehmigung von News 4u. Gesendet am 7. Juli 2006 zwischen 9 und 10 Uhr.

Der Wortlaut des Beitrags:

Wie tolerant bist du?

Vorurteile. Die hat jeder. Und die können einen ganz schön intolerant machen. Denn nicht jeder, der Dönerpizza ist, ist auch für Multi-Kulti. Und wer eine Glatze hat, ist

noch lange kein Skinhead. Zum Glück gibt es da den Toleranztest. Der heißt: „Wie tolerant bist du, Schwachkopf?“ 12 Fragen muss jeder Kandidat beantworten. Drei Antworten sind pro Frage möglich und die können ganz schön kniffelig sein.

O-Ton
In Afrika leben nur faule und primitive Menschen. Können alle super singen und tanzen. Verdienen die Menschen oft weniger als in Deutschland. Ich würde sagen, sie verdienen oft weniger ins Deutschland.

Für jede Antwort bekommt der Kandidat einen Chip. Entweder schwarz oder weiß. Und wer am Ende viele weiße Chips hat, braucht Nachhilfe in Sachen Toleranz. Dabei ist längst nicht jeder mit seinem Ergebnis zufrieden:

O-Ton
Ich bin mittel. Ich hatte fünf weiße Punkte.  Eigentlich hätte ich besser abschneiden müssen.
O-Ton
Einen weißen, weil ich behauptet habe. Männer können nicht zwei Dinge gleichzeitig tun.

Nicht alle zweifeln ihr Abschneiden an. Die meisten kommen ins Grübeln. Um mit Vorurteilen aufräumen, muss man sich jedenfalls erst mal selbst auf die Schliche kommen und nicht vom Einzelfall auf alle rückschließen.  Kleine Sache, große Wirkung, meint Niko:

O-Ton
Ja stimmt, vielleicht kenne ich viele Männer, die nicht gleichzeitig zwei Sachen machen können. Aber es ist trotzdem ein Vorurteil. Oder vielleicht kenne ich Frauen, die nicht einparken können. Aber es ist trotzdem ein Vorurteil zu sagen: Alle Frauen können nicht einparken.

Sprecher: Michael Birgden