Die Vorstandsmitglieder von Dumela sammeln und prüfen zurzeit neue Projektideeen. Bei der nächsten Vorstandssitzung im Juli will das Leitungsgremium von Dumela dannn ein erstes Zwischenfazit ziehen. Derzeit liegen Skizzen von Projekten in Südafrika, Namibia, Tansania und Indien vor. Bei der Juli-Sitzung geht es außerdem um die Planung der Vereinsprojekte im Jahr 2010.
Die Hauptstadt Botswanas heißt Gaborone, und sie ist eine Stadt aus der Retorte: Die kleine Siedlung Gaberones wurde erst Ende der 1960er-Jahre zum Standort für die Hauptstadt der künftigen von Großbritannien unabhängigen Republik Botswana gekürt. Francistown im Nordosten des Landes, die bis dato größte Stadt des Protektorats, war damit aus dem Rennen. Architekten und Ingenieure entwarfen die neue Stadt, die es bislang noch gar nicht gab. Noch heute heißt es in manchen Reiseführern: Außer, dass sich gewisse Behördengänge nur in Gabs erledigen lassen, gibt es keinen Grund, Zeit in der Hauptstadt zu verbringen. Doch Gaborone ist heute die am schnellsten wachsende Stadt Afrikas und ist mit etwa 220.000 Einwohnern mehr als doppelt so groß wie Francistown. Wie es sich in Gaborone lebt zeigt dieses Video. Wer schon einmal in Gabs war, wird viele Orte wiedererkennen.
Twitter und Dumela: Die ersten 1000 Tweets sind schon zu sehen.
Das wär's gewesen: Eine passende Übersetzung für "zwitschern" auf Setwana, der Landessprache Botswanas. Doch das gute alte Setswana-English-Wörterbuch von Macmillan gibt leider nichts Passendes für "twitter" her. Immerhin - ein Vogel, der auch zwitschern darf, nennt sich in Botswana "nonyane". Aber ob mit oder ohne Setswana-Übersetzung: Dumela e. V. twittert jetzt offiziell. Nach einem achtwöchigen Testbetrieb hinter den Kulissen der Vereinswebsite nahm Vorstandsmitglied und Webmaster Niko Wald den Twitter-Channel dumela_ev in Betrieb. Der Mikro-Blogging-Dienst soll den Verein künftig dabei unterstüzen, Kontakt zu Mitgliedern, Förderern und Interessierten zu halten. Niko Wald: "Mit Twitter können wir künftig unsere Website noch aktueller gestalten und zum Beispiel auch während Projektreisen in Afrika berichten." Denn um die Einträge einzuspeisen ist kein Internetzugang nötig - ein Handy reicht aus, um die Twitter-Botschaften, Tweets genannt, online zu stellen. Per SMS ist übrigens schon eine wichtige Frage nach Botswana unterwegs, verriet Niko Wald: "Ich habe eine Kurznachricht an Selina in Francistown geschick - sie möge herausbekommen, was ,to twitter' auf Setswana heißt." Die Twitter-Neuigkeiten sollen übrigens die Vereins-Website dumela.net nicht ersetzen. Der Webmaster sieht in dem neuen Medium vielmehr eine ideale Eränzung: "Twitter-Einträge sind schneller und unkomplizierter umzusetzen als Änderungen an einer Website."
Bei einem Seminar des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) im Westerwald-Ort Kircheib hat sich auch Dumela mit einem Infostand über das südafrikanische Land Botswana präsentiert. Vorstandsmitglied Niko Wald zeigte den zehn Seminarteilnehmenden und den etwa 40 Gästen aus dem Dorf Alltagsgegenstände aus Botswana wie etwa Geld und Telefonkarten. Außerdem informierte er über die Projekte des Vereins. Dazu hatte er neben Fotos auch Schmuck von Selina Manyanda aus Francistown und aus dem Kgothatso-Projekt in Gaborone im Gepäck. Für alle Besucher gab es vom Verein zudem eine kleine Prise Afrika für zu Hause: Dumela schenkte allen Gästen ein kleines Tütchen mit rotem Sand aus der Kalahari-Wüste. Wald zog ein positives Fazit der Veranstaltung: "Die Teilnehmenden des Seminars und die Besucher aus dem Dorf waren sehr interessiert." Es sei sogar zu neuen Kontakten für den Verein gekommen - für Oktober hat Dumela eine Einladung zu einem Benefiz-Konzert in Altenkirchen.