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Verbilligte Aids-Medikamente für Afrika nach Europa geschmuggelt |
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Für Aids-Kranke in Afrika bestimmte verbilligte Aids-Medikamente sind in Deutschland und den Niederlanden auf den Markt gebracht worden. Die Medizin hat einen Wert von über 14 Millionen Euro. Dies berichtet die Neue Zürcher Zeitung (NZZ). Es handelt sich um die Präparate „Combivir“, „Epivir“ und „Trizivir“. Behörden in den beiden Ländern haben bereits Ermittlungen gegen die mutmaßlichen Schmuggler aufgenommen. Die Verdächtigen sollen mit den Re-Importen afrikanische HIV-Kranke um deren Medizin gebracht haben. Auch bei einer saarländischen Firma wurde Medizin aus solchen Re-Importen sichergestellt; staatsanwaltliche Ermittlungen wurden bislang jedoch noch nicht aufgenommen, hieß es.
Der Schmuggel mit den Medikamenten war von der niederländischen Gesundheitsbehörde aufgedeckt worden. Nach Angaben der Behörde seien in den vergangenen Monaten insgesamt 36.000 Schachteln der Medikamente verbotenerweise in europäische Apotheken gelangt, wobei die Präparate eigentlich für den afrikanischen Markt bestimmt gewesen seien.
Der NZZ zufolge ist der Medikamentenschmuggel lukrativ. Mehrere Pharma-Unternehmen verkauften aus humanitären Gründen ihre Aids-Medikamente in Afrika deutlich günstiger als in Europa oder den Vereinigten Staaten.
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