|
Südafrikanische Länder wollen Elfenbein-Handel ausweiten |
|
|
|
|
Wenige Wochen vor den Verhandlungen zum Washingtoner Artenschutzabkommen in Santiago de Chile fordern Kenia und Indien ein Aufrechterhalten des seit 1989 bestehenden totalen Verbots jeglichen Elfenbeinhandels. Eine Freigabe des Handels streben dagegen fünf südafrikanische Länder an, allen voran Südafrika und Simbabwe. Das Elfenbein überschüssiger Tiere soll auf dem Weltmarkt verkauft werden und so zum Erhalt und Schutz der grauen Riesen einen Beitrag leisten. "Elefanten müssen sich lohnen", sagte ein Befürworter des Elfenbeinhandels der Märkischen Zeitung Brandenburg.
Das Geschäft mit dem weißen Gold, das pro Kilo bis zu 500 Dollar einbringt, werde jedoch auch die Wilderer verstärkt auf den Plan rufen, entgegnen Kritiker des Handels. Frühestens in fünf bis sieben Jahren werde es ein funktionierendes System geben, das eine kontrollierte Bewirtschaftung des Elfenbeins denkbar mache.
Zurzeit dürfen Südafrika, Namibia, Botswana und Simbabwe ihre Bestände in begrenztem Umfang zur Jagd freigeben, auf dem heimischen Elfenbeinmarkt anbieten sowie in "experimentellen" Einzelfällen exportieren. Jedoch: Diese Länder wollen den Schutz weiter abbauen und ihr Elfenbein frei vermarkten. Die Artenschutz-Konferenz soll deshalb im November den Schutz der Dickhäuter absenken. |