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'Düsteres Bild, aber Aufklärung hilft' PDF Drucken E-Mail
Immer noch sehen die Statistiken düster aus. In Afrika, weiterhin der am stärksten von HIV und Aids betroffene Kontinent, leben rund 29 Millionen der weltweit 42 Millionen Infizierten. Die Folgen für das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben sind erschreckend: Die Waisenhäuser füllen sich und in manchen Dörfern gibt es nur noch Alte und Kinder, niemanden mehr, der die Äcker bestellt, und auch immer weniger Berufstätige wie Arbeiter, Lehrer und Krankenpfleger. Die deutsche Aufbaubank, die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), setzt sich im Rahmen der finanziellen Zusammenarbeit der Bundesregierung seit 1993 mit "Social Marketing-Programmen" gegen die Verbreitung des HIV-Virus ein. Die Programme beinhalten einerseits das Vermarkten von Kondomen zu günstigen Preisen, so dass sich auch Geringverdiener wirksam schützen können. Außerdem werden mit Hilfe umfangreicher Aufklärungskampagnen (über Theater, Radio, Fernsehen), in Beratungsgesprächen und Jugendarbeit das Thema Sexualität und die Verwendung von Kondomen von Tabus befreit. Die zentrale Botschaft dabei: der einzig wirksame Schutz vor einer Infektion ist die Verwendung von Kondomen. In vielen Ländern, in denen derartige Programme laufen, stellt die KfW im Auftrag der Bundesregierung nach eigenen Angaben rund 90 % der Kondomversorgung sicher. Die Erfahrung in einigen der am stärksten von Aids betroffenen Länder in Afrika, aber auch auf anderen Kontinenten haben gezeigt, dass der Ansatz funktioniert.

Das Engagement der KfW wird weitergehen: "Unsere Programme haben Erfolg, das ist natürlich wichtig; zurücklehnen aber können wir uns angesichts der erschreckenden Zahlen noch lange nicht", sagte KfW-Vorstandsmitglied Wolfgang Kroh.

Die KfW ist mit insgesamt 14 Vorhaben nach eigenem Bekunden einer der größten Geber im Bereich Social Marketing in Afrika; 21 Länder werden weltweit unterstützt. Das gesamte Finanzierungsvolumen liegt derzeit bei rund 190 Millionen Euro.

 
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