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Afrika klickt noch zaghaft PDF Drucken E-Mail
Das Internet kommt in Afrika langsam zum Zug: Seit Mitte der 90er Jahre das Informationszeitalter in Afrika begonnen hat, gibt es beim Nutzen des weltweiten Netzes einen rasanten Aufschwung. Das berichtet der Online-Nachrichtendienst Heise Online. Einer kürzlich veröffentlichten UN-Studie zufolge stieg die Zahl der privaten Surfer in den vergangenen anderthalb Jahren um 20 Prozent an. Doch es gibt Einschränkungen: Die meisten afrikanischen Dörfer bleiben abgelegen - auch für das Internet. Telefonanschlüsse und damit der Zugang beschränken sich oft auf größere Städte und sind überdies für die meisten Afrikaner unbezahlbar, berichtet Heise Online weiter. Ein Sprecher von Africa Online, einem der größten Internet-Provider des Kontinents, sieht das Wachstum des Marktes begrenzt. Seit etwa zwei Jahren wachse der Markt nicht mehr. Vorher habe es einen rasante Aufwärtstrend bei neuen Anschlüssen an die weltweite Datenautobahn gegeben. Ziel sei es, neue Märkte zu erschließen. Dies könnten neu eingerichtete Internet-Cafés jedoch nicht leisten.

Armut, Analphabetismus und fehlende technische Ausstattung stünden in weiten Teilen Afrikas der Chance, im globalen Dorf zu wohnen, entgegen, meldet der Online-Dienst weiter. Afrika hole jedoch auf: Im Juni 2002 habe Senegals Präsident Abdoulaye Wade ein 650 Millionen US-Dollar teures Unterseekabel durch die Ozeane rund um Afrika mit einem Gespräch nach Malaysia eröffnet. Das Kabel, über das rund zwölf Millionen Anrufe gleichzeitig abgewickelt werden können, soll für ein Vierteljahrhundert von afrikanischen Betreibern verwaltet werden. Afrikaner hätten damit schnellere und günstigere Möglichkeiten zu telefonieren oder zu surfen, so die Einschätzung von Heise Online.

 
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