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Aids teilt die Welt PDF Drucken E-Mail
Die Probleme könnten gegensätzlicher nicht sein: Während in Europa die Lebenserwartung steigt, nimmt sie in Afrika dramatisch ab. 2010 werden die Deutschen eine Lebenserwartung von gut 78 Jahren haben. Ganz anders in Botswana: Dort werden die Neugeborenen des Jahres 2010 nur 27 Jahre alt werden – wie ihre Vorfahren im 19. Jahrhundert. Das prognostiziert das Statistische Bundesamt der USA. Das berichtet die Tageszeitung "Die Rheinpfalz". In den Industrieländern ist Aids ein individuelles Risiko geblieben – in Afrika wird die Immunschwächekrankheit zur kollektiven Bedrohung. Inzwischen sind Regionen, ja sogar ganze Nationen gefährdet. Die Welt ist – einmal mehr – zweigeteilt. Das einzig wirksame Mittel gegen die tödlich verlaufende Krankheit ist die Prävention. Die aber funktioniert nicht in der Dritten Welt. Der Grund dafür ist so einfach wie eine Lösung des Problems schwierig ist: In den Entwicklungsländern verbreitet sich der HI-Virus in erster Linie durch Geschlechtsverkehr. Sexualität aber ist in diesen Gesellschaften ein Tabu.
 
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