Sie sind hier: Home

Willkommen bei Dumela e. V.

Das Wort "Dumela" kommt aus Botswana im südlichen Afrika und bedeutet dort "Hallo". Dumela unterstützt zurzeit Projekte in Botswana. Wir helfen dort Betroffenen von Aids und ihren Angehörigen.
Dumela hat rund 40 Mitglieder. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich - also ohne Gehalt oder Spesen. Unsere Arbeit finanzieren wir durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und den Verkaufserlös unseres Dumela-Shops.
Eine Mitgliedschaft bei Dumela ist ab einem Euro pro Monat möglich.
Dumela wirbt für Milleniumsziele PDF Drucken E-Mail
Der rote Infostand von Dumela - Nachbau eines botswanischen Straßenverkaufsstands - war ein Anziehungspunkt auf dem Milleniumstag in Mainz.
Der rote Infostand von Dumela - Nachbau eines botswanischen Straßenverkaufsstands - war ein Anziehungspunkt auf dem Milleniumstag in Mainz.
Dumela e. V. hat am rheinland-pfälzischen Aktionstag zu den Milleniumszielen der Vereinten Nationen teilgenommen. Dumela-Mitglied Jutta Behn sowie Karoline Poluschkin und Daniela Grimm informierten an einem Wochenende im September über die vielfältige Arbeit des Vereins. Zum ersten Mal im Einsatz war ein "Tuck-Shop", der nach botswanischem Vorbild gebaut worden war. Der kleine rote Verkaufsstand erregte schnell die Aufmerksamkeit der vielen Passanten in der Mainzer Innenstadt. Viele lobten den Stand, der Afrika-Flair in die Landeshauptstadt brachte. Im September hatten in der Mainzer Innenstadt acht etwa vier Meter hohe stilisierte Tore (englisch: Goals) auf die Jahrtausendziele der Vereinten Nationen aufmerksam gemacht. Dabei stand jedes Tor für eines der Ziele. An dem Aktionstag nahmen mehr als 45 Initiativen aus ganz Rheinland-Pfalz teil. Auch Landespolitiker, etwa Bildungsministerin Doris Ahnen. Die Kollekte des ökumenischen Gottesdienstes, der am Sonntag gefeiert wurde, und der Erlös des Benefiz-Konzertes gingen an Dumela.

Auf dumela.net gibt es Fotos des Aktionstags zu sehen.
Zur Website des "Aktionskreises Milleniumsziele 2015 in Mainz".

Die UN-Entwicklungsziele sind im Einzelnen:

1. Entwicklungsziel:
Bekämpfung von extremer Armut und Hunger

Als extrem arm gilt, wer weniger als den Gegenwert eines US-Dollars pro Tag zum (Über-)Leben zur Verfügung hat. Wir wissen: Das ist zum Leben eigentlich zu wenig. Wer so extrem arm lebt, hat meist auch keine Chance auf Bildung oder Gesundheitsfürsorge. Die Infrastruktur in armen Gegenden wird kaum ausgebaut. Vor allem ist die Teilhabe am öffentlichen Leben bei Menschen, die ständig ums Überleben kämpfen, oft nicht erwünscht oder gar nicht möglich. Diese immaterielle Armut verringert Lebenschancen oft ebenso einschneidend wie die materielle. Beides kann man nicht trennen. Ziel eins will die messbare Armut verringern und damit den Weg frei machen, die immaterielle Armut abzubauen und ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

2. Entwicklungsziel
Bereitstellung der Grundschulbildung für alle Kinder

Bildung ist ein Schlüssel für eine gerechtere Welt. Wer lesen, schreiben und rechnen kann, wer sich informieren kann, wer Wissen hat, ist weniger auf andere angewiesen und weniger anfällig für Ausbeutung. Menschen mit Schulausbildung können Gelegenheiten nutzen, sich selbst aus der Armut zu befreien. Primarschulbildung für alle Jungen und Mädchen ist eine Voraussetzung für den Start in eine bessere Zukunft.

3. Entwicklungsziel
Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung der Rolle der Frauen

Frauen sind in vielen Ländern Trägerinnen der Entwicklung. Darum sind Bildung, Ausbildung und Aufklärung für sie besonders wichtig. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein und ermutigt sie, eigene Entscheidungen zu treffen. Frauen mit Bildung bekommen Studien zufolge später und bewusster Kinder. Sie können ihre Kinder besser erziehen und mehr Geld erwirtschaften, um ihre Familien zu ernähren: ihr Beitrag ist entscheidend für die Bekämpfung der Armut.

4. Entwicklungsziel
Senkung der Kindersterblichkeit

Extreme Armut trifft vor allem Kinder, die Verletzlichsten und Wehrlosen. In armen Ländern sterben hundert (in reichen Ländern: sieben) von tausend Kindern, bevor sie fünf Jahre alt werden. Die Todesursache sind oft vermeidbare Krankheiten, die durch verseuchtes Wasser und mangelnde Hygiene oder unsichere Lebensbedingungen hervorgerufen werden.

5. Entwicklungsziel
Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Mütter

In den Entwicklungsländern sterben zwei von hundert Frauen bei der Geburt eines Kindes, in extrem armen Ländern ist die Zahl sogar noch höher. Eine Ursache dafür ist, dass Frauen oft sehr früh (12-14 Jahre) verheiratet werden und eine Schwangerschaft in diesem Alter sehr risikoreich ist. Hinzu kommt vor allem aber auch meist noch ein ungenügender Zugang zu Gesundheitsdiensten.

6. Entwicklungsziel
Erfolgreiche Bekämpfung schwerer Krankheiten

Malaria, Tuberkulose, AIDS und andere schwere Krankheiten gehören in Entwicklungsländern zu den häufigsten Todesursachen. Und das, obwohl die Ausbreitung dieser Krankheiten mit guten Erfolgsaussichten behandelt oder mit relativ einfachen Mitteln eingedämmt werden können. Bei ihrer Bekämpfung muss auf zwei Ebenen angesetzt werden: Die Ausbreitung muss durch geeignete Mittel (Aufklärung, umweltverträgliche Bekämpfung von krankheitsübertragenden Wirten wie Insekten, Isolierung bei ansteckenden Krankheiten) gestoppt und der Zugang zu Medikamenten für alle Betroffenen ermöglicht werden.

7. Entwicklungsziel
Sicherung der Ökologischen Nachhaltigkeit

Wenn es ums nackte Überleben oder einen schnellen wirtschaftlichen Erfolg geht, scheint kurzfristig das Thema „Umwelt“ nur zu stören. Die Erfahrungen der Industrieländer mit Umweltproblemen wie schmutzigem Trinkwasser oder belasteten Böden zeigen allerdings: Verantwortliche Politik muss in dem Bewusstsein handeln, dass ohne den Schutz der natürlichen Ressourcen, moderne technische Möglichkeiten und das Wissen um natürliche Zusammenhänge mittel- und langfristig kein menschenwürdiges Leben auf der Erde möglich ist. Nur ökologische Nachhaltigkeit beim Kampf gegen die Armut kann letztlich zum Erfolg führen.

8. Entwicklungsziel
Aufbau einer globalen Entwicklungspartnerschaft

Das Ziel 8 spricht die Verantwortung der Industrieländer für den „global deal“ der Armutsbekämpfung an. Globale Entwicklungspartnerschaft schließt die meisten Teilziele ein; ein Beispiel ist der verbesserte Zugang zu erschwinglichen Medikamenten gegen AIDS. Insgesamt jedoch ist die erfolgreiche Umsetzung dieses Ziels schwer zu messen. Gerade in den reichen Ländern ist darum die Lobbyarbeit der Bevölkerung entscheidend, um das 8. Entwicklungsziel zu erreichen. Nur sie hält die Regierungen dazu an, ihre Versprechungen nicht durch Alibi-Maßnahmen und -Projekte zu verwässern, sondern ihre wirtschaftliche und politische Macht zum Vorteil aller Bewohner und Bewohnerinnen der Erde einzusetzen.

Quelle: Aktionskreis Milleniumsziele 2015 Mainz
 
< zurück   weiter >