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Botswanische Gastschüler lieben Schokolade PDF Drucken E-Mail
"Völkerverständigung fängt im Kleinen an", sagt Ernst Weckmüller, Lehrer eines Gymnasiums und Mitglied des Rotary Club Alzey. Er organisiert jedes Jahr Gastaufenthalte von Alzeyer Schülern in aller Welt und holt junge Menschen aus aller Herren Länder als Gäste nach Rheinhessen. In diesem Jahr sind auch Jugendliche aus dem südlichen Afrika, auch aus Botswana, dabei, berichtet der Online-Dienst "Main-Rheiner". Gerade waren acht Schüler aus Südafrika und Botswana im Landkreis zu Gast. Sechs Wochen verbrachten sie in Deutschland, jetzt heißt es wieder Abschied zu nehmen. "Es ist toll hier", sagen sie, und Aleks aus Johannesburg wird noch enthusiastischer: "Ich liebe es." Und mit dem deutschen Winter lernten sie auch den Schnee kennen. Ein klein wenig von der weißen Pracht rieselte ja sogar in Alzey vom Himmel, manche der Gäste machten Ausflüge in Gebiete, wo die Schneemenge erste Geh- und Fahrversuche auf Skiern zuließ.

"Grate" finden alle afrikanischen Gäste die hiesige Schokolade. Genüsslich werden beim Gedanken an die süße Köstlichkeit die Lippen geleckt. Und auch das Weihnachtsfest haben sie gerne in Deutschland verbracht. Sehr hilfsbereit und gastfreundlich seien die Menschen, denen sie hier begegnet seien, erzählen alle. Besonders wohl fühlen sie sich in ihren Gastfamilien. Deren Sprösslinge waren im vergangenen Sommer zu Gast in Südafrika und Botswana oder werden die Reise dorthin im kommenden Jahr antreten. Ein geschlagenes Jahr dagegen werden Brenda Talamas aus Mexiko und Kimberley Freeland, genannt Kim, aus Kanada in Deutschland verbringen. "Alles, alles ist gut", sagt Brenda. Sie ist restlos begeistert von ihrem Aufenthalt in Deutschland. Nur zu kalt ist es der Mexikanerin, aber das mache nichts, beteuert sie. Erst seit drei Monaten ist sie da, aber ihr Deutsch ist bereits blendend. Genau wie das von Kim, die zwei Monate länger in Alzey zu Gast ist. Beide besuchen das Alzeyer Römerkastell und fühlen sich dort wohl.

Muriel Schäfer und Hanna Wisseler haben ihren Auslandsaufenthalt beendet. Im Sommer kehrten sie von ihrem einjährigen Ausflug in die Fremde zurück. Muriel war in den USA und Hanna in Ekuador. Beide haben dort viel gelernt. "Man muss lernen, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen", sagt Muriel, und Hanna fügt hinzu: "Ich habe mich selbst besser kennen gelernt."

 
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