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Droht afrikanischen Botschaften das Aus? |
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Hier sehen Sie eine Karte von Südafrika. Foto: K.A.
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Afrikanische Botschafter fürchten um ihr finanzielles und politisches
Überleben. Das berichtet der Südwestrundfunk (SWR). Demnach seien zwar
noch 17 Botschaften in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn ansässig,
ihnen fehle jedoch das Geld für einen Umzug nach Berlin. Die Armut in
ihren Heimatländern zwinge die Botschafter in Bonn zu bleiben, sagte
Amadou Toure, Botschafter der nordafrikanischen Republik Niger, dem SWR.
Manche Diplomaten hätten sogar Angst, als Sozialfall zu enden. Das
Partnerland Botswana scheint von diesen Problemen nicht betroffen zu
sein: Der südafrikanische Staat unterhält weder in Bonn noch in Berlin
eine Botschaft; stattdessen gibt es in Brüssel eine diplomatische
Vertretung für die gesamte Europäische Union. Für Deutschland sind zudem
zwei Generalkonsulate zuständig. Daneben unterhält das Partnerland
Missionen in den Vereinten Nationen-Städten New York und Genf. Weitere
Botschaften gibt es in China (Peking), Äthiopien (Addis Abeba), Namibia
(Windhoek), Südafrika (Pretoria, Johannesburg und Kapstadt), Schweden
(Stockholm), Großbritannien (London), USA (Washington), Sambia (Lusaka),
Simbabwe (Harare) und Kenia (Nairobi).
Botschafter Tore selbst habe nach eigenen Angaben nur mit Mühe Geld von
seinem Heimatland bekommen, um notdürftig das Dachgeschoss der Botschaft
in Bonn reparieren zu können. Der afrikanische Gesandte befürchtet, dass
die kleineren afrikanischen Länder in der politischen
Bedeutungslosigkeit versinken könnten, weil sie nicht in Berlin
vertreten sind. Niemand könne es sich auf Dauer politisch leisten, so
weit weg vom politischen Geschehen zu sein. Geld, dass sie für dringende
Renovierungen in den Bonner Botschaften bräuchten, werde für die Reisen
nach Berlin ausgegeben. Trotzdem musste der nigerianische Botschafter
eigenen Angaben zufolge rund 90 Prozent der Einladungen aus Berlin aus
Geldmangel absagen. |