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Wasserdiebe gefährden Versorgung der Armen PDF Drucken E-Mail

Wasser für den Garten - Foto:  Wald

Das feuchte Nass für diesen Garten wird bezahlt, doch manche zapfen lieber Gratis-Wasser an. - Foto: Wald
Botswanische Gemeinden stellen Armen und Bedürftigen, beispielsweise Aids-Waisen, einen kostenlosen Wasseranschluss. Doch das Gratis-Nass lockt zunehmend Wasserdiebe an: Der stellvertretende Bürgermeister der ostbotswanischen Stadt Selebi-Phikwe, Tebogo Venson, erklärte, dass die Kommune über das Ausmaß des Wasserdiebstahls überaus besorgt sei. Während einer Gemeindeversammlung, der sogenannten kgotla, im Viertel Ikageleng erklärte der Vize-Bürgermeister, der Missbrauch der subventionierten Wasseranschlüsse nehme mittlerweile unverschämte Ausmaße an. So zapften manche Nachbarn nur alllzu gerne das geschenkte Nass wiederrechtlich an, um den eigenen Garten für lau zu wässern. Das Resultat seien sprunghaft gestiegene Wasserechnungen der missbrauchten Anschlüsse. Rechnungen, für die die Gemeinde zahlen muss. Der besorgte Stadtvater redete seinen Bürgern ins Gewissen: Sollte der Missbrauch anhalten oder gar zunehmen, stehen die kommunalen Bemühungen dieser Art der Armenhilfe auf dem Spiel.

Die Zahl der Bedürftigen in Selebi-Phikwe ist im vergangenen Jahr sprunghaft von 49 auf 80 angestiegen. Im Stadtbezirk leben 651 Waisen, davon allein 133 im Viertel Ikageleng. Bürgermeister Venson beschwerte sich, dass sogar das Waisen-Hilfsprogramm missbraucht würde: Einige Bürger meldeten nicht-verwaiste Verwandte bei dem Programm an, nur um die Hilfstöpfe zu plündern.
 
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