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Provokante Fragen gegen dumme Anworten PDF Drucken E-Mail

Ein Motiv der Plakataktion. - Grafik: PR

Ein Motiv der Plakataktion. - Grafik: PR
Vielen kennen die dummen Sprüche und die Vorurteile, die hinter ihnen stecken. Eine provokante Schweizer Plakatkampagne macht seit einigen Wochen genau darauf aufmerksam. "Woher haben die Kosovo-Albaner ihre Autoradios?" oder "Was macht ein Schwarzer mit seiner Frau über Mittag?" Solche irritierenden Fragen zum Alltag von Minderheiten in der Schweiz stellt die Züricher "Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus". Doch wer eine rassistisch zugespitzte Antworten auf die plakativen Fragen erwartet, wird enttäuscht. "Aus dem Fachgeschäft, wie die meisten Schweizer auch", lautet die klein gedruckte, unspektakuläre Auskunft auf die Albaner-Frage. Und was die Mittagespause des Schwarzen betrifft: Der geht natürlich zu seiner Frau Mittag essen.

Diese Botschaften sind Teil der Kampagne, die den Namen "Gemeinsam gegen Rassismus und Antisemitismus" trägt. Sie richten sich, so gibt die Homepage der Initiative Auskunft, an alle, die zwar keine rassistisch oder antisemitisch gefärbten Witze erzählen, aber darüber lachen. Kurz: die schweigende Mehrheit.

Der Stil der Kampagne sei bewusst provozierend, aufrüttelnd und wolle die Adressaten einbeziehen. Die farbig illustrierten Botschaften entfalteten ihre Wirksamkeit gerade dadurch, dass sie ihre Betrachter zuerst zum Lachen bringen, um sie nach einem zweiten Blick nachdenklich werden zu lassen.

Homepage der Aktion mit allen Motiven - auch zum Download
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