|
Dem südlichen Afrika steht ein harter Winter bevor |
|
|
|
|
|
|
|
Vertrockneter Maiskolben auf einem Feld im südlichen Afrika.
- Foto: World Vision |
|
Millionen Menschen in Lesotho, Malawi, Mosambik, Swasiland, Sambia und Simbabwe kämpfen mit immer weniger Mitteln zugleich gegen eine langanhaltende Nahrungsmittelkrise, gegen Armut und gegen die Folgen von Aids. Denn trotz grüner Felder sehen die Bauern im südlichen Afrika der nahenden Winterernte sehr besorgt entgegen. Besonders beim Hauptnahrungsmittel Mais drohen wieder massive Ernteverluste. "Viele Maispflanzen sind verdorrt, andere durch Wurmbefall geschädigt, weil die Regenfälle zu spät einsetzt haben", berichtete Stefan Hagelüken, World Vision, nach Besuchen in Lesotho und Swasiland im April 2004.
Der Mitarbeiter der Hilfsorganisation erklärte weiter: "Ein Bauer schätzt einen Ertrag von lediglich etwa 150 Kilogramm Mais auf seinem Feld - eine normale Ernte brächte ihm zirka 1000 Kilo Mais ein. Die 150 Kilo werden ihn und seine Familie höchstens zwei Monate ernähren können. Für Saatgut und Pflügen musste er bereits eine seiner Kühe verkaufen, es bleiben ihm jetzt nur noch vier Kühe und Saatgut für die nächste Pflanzsaison hat er nicht mehr."
Dies sei ein nicht einmal besonders dramatisches Beispiel von vielen, das die Fortsetzung der schleichenden Katastrophe veranschaulicht: Viele Bauern hätten nicht einmal mehr Kühe, die sie verkaufen können, um erforderliche landwirtschaftliche Produktionsmittel zu finanzieren. World Vision hat, neben anderen Hilfsorganisationen, bereits Hilfsprojekte gestartet.
|