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Botswana nicht mehr "Dritte Welt" PDF Drucken E-Mail
Einer Studie der Weltbank zufolge zählt Botswana nicht mehr zu den Ländern der so genannten "Dritten Welt". Botswana wird von der Weltbank als eines der "weltweit führenden Länder" in Schlüsselbereichen wie Arbeitsgesetzgebung, Förderung von Geschäftsgründungen und Investitionssicherheit erwähnt. Damit scheint sich die langfristige angelegte Politik der Wirtschaftsförderung des südafrikanischen Landes auszuzahlen: Bereits 1982 startete Botswana mit der "Financial Assistance Policy" (FAP) massive Investitionshilfen für Botswaner, die sich außerhalb der ohnehin starken Bereichen Bergbau und Rinderwirtschaft selbständig machen wollen. In den ersten elf Jahren ihres Bestehens schuf die FAP so über 13.000 neue Stellen in dem von hoher Arbeitslosigkeit geplagten Botswana. Daneben gilt unter Fachleuten Privat- und Firmeneigentum in Botswana als sicher vor wilkürlichem staatlichen Zugriff - eine wichtige Voraussetzung, um ein Klima der Investitionsicherheit zu schaffen. Der Weltbank-Bericht mit dem Titel "Doing Business in 2005: Removing Obstacles to Growth" ("2005 ins Geschäft kommen: Hindernisse des Wachstums beseitigen") wurden insgesamt 145 Länder auf Faktoren untersucht, die die Ansiedlung und Entwicklung von Wirtschaftsunternehmen positiv fördern.

Mit Botswana und Thailand drängen in der Bewertung der Weltbank erstmals zwei Entwicklungsländer in die Gruppe der klassischen Industriestaaten vor, bei denen laut Weltbank das beste Investitionsklima herrscht.

Der Bericht legt darauf Wert, dass die Weltbank nicht - wie ein häufiger Vorwurf lautet - nach neoliberalen Gesichtspunkten gewertet. Alle Länder auf den oberen Plätzen wiesen ein staatliches Rahmenwerk auf, das die Wirtschaft reguliert. Es ginge vielmehr nach der Effizienz und der Qualität dieser staatlichen Regelwerke, heißt es in dem Bericht.
 
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