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Industrieländer sollen Afrika unter die Arme greifen
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In einem offenen Brief fordert die Hilfsorganisation World Vision von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), sich während des G8-Gipfels im kanadischen Kananaskis eindringlich dafür einzusetzen, dass die Industrieländer mehr als bisher tun, um Afrika bei seiner wirtschaftlichen Entfaltung und sozialen Entwicklung zu unterstützen. World Vision ist der festen Überzeugung, dass eine gemeinsame Afrikapolitik nötig ist, um den Männern, Frauen und Kindern des schwarzen Kontinentes bessere Zukunftschancen zu gewähren.
World Vision gibt rund 40 Prozent seines Gesamtbudgets, das sind rund 400 Millionen US-Dollar, in 26 der ärmsten afrikanischen Ländern aus. Für World Vision Deutschland ist es sogar die Hälfte. Zum Vergleich: Allein um beispielsweise HIV/Aids zu bekämpfen, werden nach Schätzungen der Vereinten Nationen jährlich zehn Milliarden US-Dollar benötigt. Aber: Für 2002 haben die Regierungen nur 580 Millionen US-Dollar bewilligt, was einen Fehlbetrag von knapp 96 Prozent zur Folge hat. Dazu Bitzer: "Es ist höchste Zeit, dass die G8-Staaten ihre politischen Versprechen umsetzen und sich endlich gemeinsam für Afrika stark machen." World Vision Deutschland e.V. ist ein überkonfessionelles christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten langfristige Entwicklungshilfe und humanitäre Nothilfe. Mehr als 100 Projekte werden momentan in 36 Ländern durchgeführt. World Vision Deutschland ist Teil der weltweiten World Vision-Partnerschaft mit 46 nationalen Büros und über 10.000 Mitarbeitern in fast 100 Ländern. World Vision unterhält offizielle Arbeitsbeziehungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und arbeitet eng mit dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) zusammen. World Vision ist der weltweit größte Verteiler von Lebensmitteln im Auftrag des Welternährungsprogrammes (WFP). |
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