Benefiz-Auktion bei UN-Millennium-Rallye: Dumela ist dabei
Mittwoch, 2. September 2009

Bild der Künstlerin Karin Pötter - es kann ersteigert werden.Weshalb wurden die UN-Millenniumziele formuliert und beschlossen? Was hat das mit mir zu tun? Wie kann ich sie unterstützen? Antworten auf diese Fragen bekommen Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 14 Jahren bei der Millennium-Rallye bei dem Aktionstag zu den UN-Millenniumzielen am 9. September auf dem Liebfrauenplatz in Mainz. An acht der 30 Ständen wird ihnen eine Aufgabe gestellt, bei deren Lösung sie gleichzeitig mehr über das Ziel erfahren, das im Mittelpunkt dieses Standes steht. Ein Glückspilz kann an dem Aktionstag für letztlich fünf Euro ein Bild vom Rhein bei Kaub ersteigern. Gemalt hat es die rheinhessische Künstlerin Karin Pötter. Der Versteigerungserlös kommt AFEMDI – einem Alphabetisierungsprojekt für Mädchen und Frauen in Kamerun – zugute. Schon vor dem Aktionstag haben Freunde und Bekannte von Elke Scheiner, der Initiatorin von AFEMDI-Deutschland, mit 425 Euro auf das Bild gesteigert. Am Aktionstag geht es in fünf-Euro-Schritten weiter, zunächst am Stand von AFEMDI. Zwischen 15.45 und 15.55 Uhr gibt es auf der Bühne den endgültigen Zuschlag für diejenige oder denjenigen, der die letzten fünf Euro bietet. Wer diese Chance nutzen möchte, sollte um diese Zeit vor der Bühne stehen und sein Gebot abgeben. Wer mitsteigert, aber den Zuschlag nicht bekommt, hat mit fünf Euro eine gute Sache unterstützt: Für 480 Euro können zwei, für 720 Euro sogar drei Mädchen in Kamerun zur Schule gehen.

Das Programm gibt es als Download bei dumela.net.

UN-Parcours am Aktionstag 9.9.2009

Weltladen: Pantomimische Figuren werden von den Kindern und Jugendlichen zum Thema ‚Arm und Reich’ gestellt. Diese Standbilder werden fotografiert und eine Fotocollagenwand wird im Laufe des Tages die vielen Facetten von Armut aufzeigen, wie sie die Teilnehmenden sehen.

Ziel 2: Grundschulbildung für alle

Auguste-Viktoria-Gymnasium aus Trier: Die Aufgabe, die die Schülergruppe des Auguste-Viktoria-Gymnasiums mit ihrem Lehrer Hermann Anton den Rallye-Teilnehmern stellt, findet man in wenigen Tagen auf der Webseite www.millenniumziele-mainz.de.

Ziel 3: Stärkung der Rolle der Frauen, Gleichstellung der Geschlechter

AFEMDI (Projekte für Frauen in Kamerun): Malen eines gemeinsamen Bildes zum Thema „Die Arbeit von Frauen“, Leitung: Karin Pötter (die Malerin des Bildes vom Rhein bei Kaub).

Ziel 4: Senkung der Kindersterblichkeit

MATI (Selbstbestimmte Dorfentwicklung in Bangladesch): Warum sterben viele Kinder in anderen Ländern schon bevor sie überhaupt in den Kindergarten gehen können? Hier finden die Ralley-Teilnehmenden ein Puzzle über einige Krankheiten, deren Ursachen, sowie Lösungsansätze, die in die zugehörige Puzzle-Reihe gebracht werden müssen.

Ziel 5: Verbesserung der Gesundheit der Mütter

EKHN – Zentrum Ökumene: Eine Ausstellung wird sowohl den jüngeren als auch den älteren Besucherinnen und Besuchern viele Informationen zum Thema ‚Sauberes Wasser’ geben. Außerdem kann an diesem Stand ausprobiert werden, wer am weitesten einen Wasserkanister balancieren kann ohne etwas zu verschütten!

Ziel 6: Bekämpfung von HIV/Aids

Dumela e. V. (Verein zur Förderung entwicklungspolitischer Zusammenarbeit): Die Jugendlichen haben an diesem Aktionsstand die einzigartige Möglichkeit bei einem Aids-Toleranz-Test mitzumachen. Mit einem Wissensquiz über Afrika können sich auch die Jüngeren an diesem Tag dem komplexen Thema nähern.

Ziel 7: Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit

Landkreis Mainz-Bingen, Zentrum für Umwelt- und Energieberatung: Nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz stehen beim UEBZ im Mittelpunkt. Was Energie-Erzeugung bedeutet, erfahren Rallye-Teilnehmerinnen und –teilnehmer auf dem Power-Bike zur Stromerzeugung.

Ziel 8: Aufbau einer weltweiten Entwicklungspartnerschaft

ELAN: Die Entwicklungszusammenarbeit lebt von einer breiten Palette an Partnerschaften. Dazu gehören Beziehungen zwischen Menschen, Gemeinschaften, Institutionen, Unternehmen, Städten und Ländern. Gerade in der Entwicklungszusammenarbeit müssen alle Akteure einbezogen werden, um mit vereinten Kräften den weltweiten Ungerechtigkeiten zu begegnen. Spielerisch – mit Hilfe eines riesigen Dominos - können Kinder am ELAN-Stand ihre eigenen Ideen und Vorstellungen zu Partnerschaft einbringen und so die entwicklungspolitische Arbeit in Rheinland-Pfalz bereichern.